Gorch Fock

Längst ist Gorch Focks Schiff vor Anker gegangen. Und wir haben seine Schätze davongetragen, die er in der Unendlichkeit des Meeres, in Ferne und Nähe, in Stürmen und Stille in seine Seele gesammelt hatte. Und wir sind mit vollen, schweren Händen davongegangen.

Nacht und dunkle Nebel haben sich nun auf das Land gelegt, für das Gorch Fock sich hingegeben, wenig matte Sterne leuchten am verhüllten Himmel. Wir sind noch einmal den Weg zurückgegangen zu Gorch Fock, an seinem Schiffe glommen noch leise das rote Licht seiner Lebensliebe, das grüne seines hoffenden, unverzagten Herzens, und inmitten der beiden das helle, gelbe, strahlende Licht seines Daseins. Und in dem still gewordenen Schiff haben wir noch einmal nach vergessenen, liegengebliebenen Kostbarkeiten gesucht und fanden Dinge, die nicht untergehen sollen in Vergessenheit.

Bunt ist die Kette, die daraus wurde, Altes und Neues ist nebeneinandergereiht, aber in jedem ist Gorch Focks Geist, der in allen, die ihm nahe sind, lebendig bleiben möchte.

Aline Bußmann.

Hamburg 1919.